Thomas Larcher in conversation with Fraser Trainer

Thomas Larcher gilt als einer der einfallsreichsten und interessantesten Stimmen unter den zeitgenössischen Komponisten. Larcher, Jahrgang 1963, wuchs in Tirol auf und studierte in Wien Komposition und Klavier. Heute ist er ein vielfach ausgezeichneter Komponist und Pianist, dessen Musik international als innovativ und fesselnd zugleich gefeiert wird, die sich gekonnt im Spannungsfeld von experimentellen Spieltechniken und bewussten Rückgriffen auf Traditionen bewegt.
Thomas Larcher wurde für sein Werk vielfach ausgezeichnet. So erhielt er neben dem British Composer Award (International Category) 2012 u. a. 2015 den Elise L. Stoeger Prize 2014/15 der Chamber Music Society of Lincoln Center, der alle zwei Jahre als Auszeichnung herausragender Leistungen im Bereich der Kammermusikkomposition vergeben wird, sowie ebenfalls 2015 den Österreichischen Kunstpreis für Musik. 2018 wurde er mit dem Ernst-Krenek-Preis der Stadt Wien ausgezeichnet sowie mit dem Prix de Composition Musicale of Fondation Prince Pierre (Monaco) für die Symphonie Nr. 2 – Kenotaph (2016).
Als Composer in Residence erhielt Larcher u. a. Einladungen zu den Festivals in Aldeburgh, Bregenz, Davos, Heimbach, Risör, Mondsee und Bantry sowie vom Concertgebouw Amsterdam, dem Mozarteum Orchester Salzburg, dem Wiener Konzerthaus und der Londoner Wigmore Hall und war „featured composer“ beim BBC Symphony orchestra in der Saison 18/19.
Larcher genießt auch als Pianist höchstes Ansehen. Sein Repertoire ist breit und reicht von einer Schubert/Schönberg CD auf ECM bis zur Liedbegleitung mit Partnern wie Mark Padmore in Schuberts Schwanengesang. Eine sorgfältig durchdachte Programmgestaltung lässt klassisches Repertoire dabei in neuem Licht erscheinen, zeigt interessante Querverbindungen und scheut nicht den Kontrast zu zeitgenössischen Werken, deren Interpretation besonders erhellend wirkt.
Die drei ECM-CDs Naunz (2001), IXXU (2006) und Madhares (2010) sowie die CD What Becomes (2014) auf harmonia mundi dokumentieren Thomas Larchers bisheriges kompositorisches Schaffen. Seine Aufnahmen wurden mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik, dem Choc de la musique, dem Choc de Classica und dem Diapason d’or.

Film-Portrait: THOMAS LARCHER im Gespräch mit Fraser Trainer
“Boese Zellen – Die Nacht der Verlorenen“ 8:07 Min. 16:9
Production / Director: Christoph Trestler
Director of Photography: Ekkehard Kähne
Assistant: Andreas Scholz
Postproduction: Medienhaus Hannover
for Simphonietta London
Location – near Insbruck / Tirol

Namib Birds

2001 in der Namibischen Wüste, der ältesten Sandwüste der Welt – der Namib. Sossusvlei und Deadvlei sind ausgetrocknete Seen, die nur in seltenen Regenzeiten mit wenigen Zentimetern Wasser gefüllt sind. Es war Januar, die heißeste Zeit dort mit über 40 Grad. Der Sand der Dünen kann über 60 Grad haben was ich schmerzlich erfahren mußte als ich mal seitlich eine Sanddüne runter lief und er mir in die Schuhe lief. So schnell bin ich nie wieder aus den Schuhen gekommen.

Wir hatten in unserem Allrad-Truck genug Wasser. So gab ich den Vögeln etwas. Ein Ansturm setzte ein. Was man nicht sieht: als ich mit der gefüllten Wasserschale vom Truck kam setzten sich unendlich viele Vögel auf meine Arme und Schultern. Auch größere. Leider kann man das nicht sehen da ich die Kamera noch nicht aufgebaut und mit diesem Ansturm nicht gerechnet hatte.

Ich habe in den 4 Jahren in denen ich immer wieder durch Namibia streifte über 20 Stunden an Videomaterial aufgenommen. An den spannensten und schönsten Plätzen der Welt für mich, weit abseits normaler Tourirouten. Leider bin ich bisher noch nicht dazu gekommen daraus weitere Filme zu machen.

Kamera, Sounds und Schnitt: Ekki Kähne with a little Help from friends.