Robert von Lucius im Gespräch mit Roman Mölling

Das Medienhaus Hannover lud ein zu einer Buchvorstellung der Erinnerungen des früheren FAZ-Korrespondenten in Hannover, Robert von Lucius und einem anschließendem Gespräch mit Roman Mölling. „Spuren des Schreibens. Redakteur, Korrespondent, Autor“ Wolff Verlag Berlin/Breitungen 2021

Lucius beschreibt darin seine 32 Jahre als Redakteur und Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Afrika/Südafrika; Nordeuropa und die baltischen Länder; Niedersachsen, Bremen und Sachsen-Anhalt). Dabei geht es ihm in seinem Werkstattbericht vor allem darum, wie eine überregionale Tageszeitung entsteht, was einen Auslandskorrespondenten antreibt, wie ein Inlandskorrespondent seine Themen wählt oder sie ihm zufliegen. Im Niedersachsen-Kapitel geht es auch um Schwerpunktthemen seiner acht Hannover-Jahre – Gorleben, Welfen und Christian Wulff. Zudem lebt er im Buch seine Foto-Leidenschaft aus – es enthält seine Porträts von Politikern von Nelson Mandela und Gerhard Schröder damals als niedersächsischer Ministerpräsident, von Fidel Castro bis Lech Walesa; vom Dalai Lama über die Queen Elizabeth II. bis zum ganz jungen Michael Schumacher; und vielen Künstlern und Musikern.                                                                                        In seinen Hannover-Jahren war Lucius dem Medienhaus durch viele Besuche und Auftritte verbunden.

Medienproduktion: Medienhaus Hannover 2022 (Aufzeichnung aus dem Medienhaus Studio)

 

 

 

Eine Reise durch Hannover

Die Fotografie- und Videoinstallation: Eine Reise durch Hannover
mit einem umgestalteten Linienbus in Kooperation mit der ÜSTRA
und der Kestner Gesellschaft Hannover von Cornelia Rößler
Ein physisches Erlebnis in Hannover.

Äußerlich wirkt der Bus wie ein ganz gewöhnlicher Stadtbus. Doch die Inneneinrichtung des Busses wurde verändert. An den Seitenfenstern sind Fotografien von Wohnräumen montiert.
Die Sitze sind mit gebrauchten Kleidungsstücken unterschiedlicher Generationen
collagenartig bezogen. Es gibt eine Trennwand zwischen Fahrer und Passagieren. Auf
dieser Trennwand und hinten auf der inneren Heckscheibe des Busses werden während der Fahrt großformatig Filme gezeigt.
Der Bus hat gegenüber der Kestner Gesellschaft in der Goseriede 11 in der Zeit vom
19.04. bis 28.04.2022 gehalten und Besucher eingeladen, eine Reise der Orientierung mitzumachen.
Die Fahrgäste betraten den Bus und suchten sich einen Platz. Sie hörten aus den
Lautsprechern, wenn der Bus noch steht, einzelne Geschichten von Menschen aus
Hannover, die über sich und Ihrer Stadt erzählen. Folgende Hannoveraner*innen
wurden interviewt: Timm Ulrichs (Künstler); Siegfried Neuenhausen (Künstler); Herbert
Schmalstieg (langjähriger Oberbürgermeister); Elisabeth Zöller (Schriftstellerin) und
viele mehr. Ihre Erlebnisse in der Stadt, ihr persönlicher Eindruck, was die Stadt für
sie bedeutet und/oder wo sie Schwierigkeiten sehen. Auch stellte ich Fragen, wo sie
persönliche Orientierung finden und welchen Bezug sie dazu haben.
Obwohl die Hannoveraner*innen nicht sichtbar sind, erhält man einen Eindruck von
ihrem Leben, da an den Seitenfenstern fotografische Ausschnitte Ihrer Wohn- und
Arbeitsräume zu sehen sind.
Anschließend konnten der/die Besucher*in eine zehnminütige Fahrt mit dem Bus machen ohne zu wissen, wohin die Reise geht. Die Fenster sind verschlossen und die Stimmen verstummten.
Mit Fahrtbeginn starteten die Filme: sie zeigten vorne den Blick durch die Frontscheibe
des Busses und hinten die Aussicht aus der Heckscheibe. Zunächst sind die Filme
identisch mit der Umgebung der realen Busfahrt. Doch mit der Zeit weichen die Bilder
immer mehr von der äußeren Realität ab: Wo vorher noch vertraute Orte zu sehen
waren, zieht plötzlich Unbekanntes an den Fahrgästen vorüber.
Dieser Bruch zwischen Wahrnehmung und vermuteter Wirklichkeit, der Wendepunkt in
den Beziehungen von Außenwelt und Innenwelt spielt dabei eine wichtige Rolle.
Kontakt: www.corneliaroessler.de; cornelia_roessler@gmx.de; Tel. 0179/2010066

Filmproduktion: Medienhaus Hannover e.V.

Replication

Replication – Kulturzentrum Faust 8. – 10.10.2021
Unter dem Titel “Replication” präsentierte der Kunstverein Kunsthalle Hannover e.V. am
Kesselhaus Linden ein umfangreiches, multimediales Projekt. Der Titel nimmt Bezug zu der Fähigkeit eines Systems, Kopien von sich selbst anzufertigen, wie es beispielsweise bei viralen Prozessen zu beobachten ist. Die Künstler*innen nutzen die Replikation digitaler Daten oder Algorithmen, um komplexe Strukturen generativer Kunst aufzubauen.
So wurden alle vier Gebäudeseiten des Kesselhauses und sein Inneres für drei Abende im Oktober in neuem, strahlendem Licht gesetzt. Während die Künstlerinnen Marjam Oskoui und Anne Nissen auf der Ost- und Westseite vorwiegend Rückprojektionen aus dem Inneren des Kesselhauses durch die Fenster zeigen, projizieren das Gast-Team Florencia Brück und Javier Krasuk sowie Harro Schmidt von außen auf der Nord- beziehungsweise Südseite bewegte komplexe Bildwelten, begleitet von Sounds und Soundscapes.
Beteiligte Künstler*innen:
Florencia Brück, Javier Krasuk, Anne Nissen, Marjam Oskoui und Harro Schmidt
Replication
Lichtprojektion, VR-Performance, interaktive Video-Installation und Sound am
Kesselhaus Linden

Ilka Theurich “Selfreflection – Corona Blues”

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LIVE-STREAM LIVE-PERFORMANCE Hannover/Köln „Selfreflection“ Corona Blues war eine interdisziplinäre Veranstaltung mit Life-Performance und Fotografie, organisiert durch die Galerie Koppelmann – Kunstwerk Nippes in Köln. Performancekünstler*innen und internationalen Fotograf*innen betrachten in dieser Serie ihr kreatives Seelenleben nach mehr als eineinhalb Jahre Corona. Ilka Theurich hat am 17.10.2021 im Medienhaus Hannover eine Liveperformance unter dem Titel „Selfreflection – Corona Blues“ innerhalb dieser Serie als Stream durchgeführt und diese Performance als Reflexionsraum genutzt. Gleichzeitig wurde diese Performance in Köln live mit einem Projektor in der Galerie und online auf dem YouTube Kanal Studio: Ilka Theurich und www.artathome.tv gestreamt.

Zu sehen ist hier die nachträglich bearbeitete Version.

Ziel des Kunstprojekts ist es mit der aufgezwungenen Situation spielerisch umzugehen und gleichzeitig eine Art virale Präsenz zu schaffen. Kunst findet statt und ist überall.

Ilka Theurich hat in den verschiedensten Ländern und Kontexten ausgestellt und performt. Sie arbeitet als Künstlerin, Coach, Kuratorin und Dozentin für eine Vielzahl von Projekten, darunter Großveranstaltungen, intime Performances, Publikationen und Workshops. Ihre vielfältige Arbeit umfasst In-situ-Installationen, Video-/Soundinstallationen, Performances, Zeichnungen und partizipative Projekte im öffentlichen Raum. In der künstlerischen Arbeit erforscht Ilka Theurich den performativen Kontextes von Raum, horizontaler Demokratie, kritischer Raumpraxis und Raumpolitik. Theurich entwickelte eine sozial-poetischen-Performance-Praxis als Methodik im Bereich der kritischen Raumpraxis. Die Künstler*in arbeitet und berät kollaborativ bei der Konzeption und Umsetzung von Performance-Kunst-basierten Forschung zu Stadtplanung und Architektur, sowie zu Themen der Diversität und Gender. “Ich höre, spreche, schreibe, performe, imaginiere, kuratiere, editiere, coache, kämpfe, kommuniziere…” (Zitat Ilka Theurich)

Studio: Ilka Theurich Zur Bettfedernfabrik 3 30451 Hannover Tel:. +4915124242531 https://ilkatheurich.blogspot.com/ ilka_theurich@gmx.de https://www.youtube.com/c/IlkaTheurich)

Galerie Koppelmann – Kunstwerk Nippes, Baudristr. 5 50733 Köln Tel.: +49 174 1610805 www.galeriekoppelmann.com Livestream info@galeriekoppelmann.com

Technik: Aufgezeichnet wird mit drei 4K Kameras, die aus der Regie ferngesteuert werden. Darunter eine Robotcam vom BlackCam Berlin die über 4 m durch den Raum gefahren werden kann.

“ARCHEtypus” Ausstellung

Unser Medien-Praktikant Lennart Hasselbring hat eine Dokumentation über die Ausstellung „ARCHEtypus – Utopien sozialer Architektur“ Künstlerische Positionen zu urbanen Phänomenen des Kunstvereins Kunsthalle Hannover e.V. in der Kunsthalle Faust gedreht. Besonderen Augenmerk hat er dabei auf die Installation „Babylon“ von Clemens Fürtler (Wien) gelegt, deren aufwendigem Aufbau Ekki Kähne begleitet hat.

Jürgen Schadeberg FilmKollektion

Hier können Sie Ausschnitte aus den 6 Filmen der Schadeberg FilmKollektion sehen.

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    • Ernest Cole
      Dokumentarfilm über den herausragenden Fotojournalisten Südafrikas, erzählt von seinem damaligen Kollegen Jürgen Schadeberg. (52 Min.)
    • Voices from Robben Island
      Der Film schaut auf 400 Jahre Geschichte von Robben Island, vom 17. Jahrhundert bis heute. (90 Min.)
    • War & Peace – the rise of the ANC
      Die Geschichte des ANC von 1912 bis heute (1994), seltenes Archivmaterial, gemischt mit aktuellen Aufnahmen und Kommentaren von Walter Sisulu und Ahmed Kathrada kurz nach ihrer Freilassung von Robben Island. (60 Min.)
    • Have you seen DRUM recently?
      Eine einzigartige Sozialdokumentation, die das Kaleidoskop des Schwarzen Lebens in Südafrika in den 50er Jahren einfängt und die Auswirkungen der Apartheit auf das Leben der schwarzen Südafrikaner zeigt. (77 Min.)
    • The Seven Ages of Music
      Die Magie der Afrikanischen Musik – eine bunte Feier der echten Musik und der echten Musiker Südafrikas, ein energiegeladenes Testament einer Gemeinschaft von Männern und Frauen, die das Beste und das Schlechteste des Lebens in einem geknebelten Land nahmen, und es in Musik verwandelt haben. (56 Min)
    • Dolly & The Inkspots
      Ein musikalischer Genuss mit Jazz und Blues aus den 50ern mit der Königin des Afrikanischen Blues Dolly Rathebe zusammen mit den einmaligen Harmonien der African Inkspots. (28 Min.)

Alle Filme (im englischen Orginal!) können zum jeweiligen Preis von 145,-€ für öffentliche Aufführungen gebucht werden.                                                                
(“The Seven Ages…” und “Dolly & The Inkspots” bilden hierbei 1 Paket)                              
Im Vertrieb des Medienhauses Hannover. Ansprechpartner: Ekki Kähne

Haben Sie Interesse an Ausstrahlungsrechten ? Rufen Sie uns an: 0511- 441 440

“Der gepuderte Poet” von und mit Joe Fass

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Der Satiriker Joe Fass stellt den „gepuderten Poeten“ vor und dar. Eine Satire auf die Satire: die Schilderung seines selbst erlebten medialen Bühnen-Dramas in Corona-Zeiten. Voll ausgeleuchtet und technisch exzellent begleitet durch das Medienhaus. Keine Kosten, keine Mühen und kein Puder wurden gescheut. Genießen Sie dieses Drama und fühlen Sie sich danach frisch gepudert.

Infos zu Joe Fass: Kabarettist / Satiriker / Buchautor. Hannover.
Satirische Kurzgeschichten in: SatireSplitter 1-3, je 85 Satiren auf 160 Seiten, Verlag ille&riemer-Leipzig, 10 Euro. Gleicher Verlag, gleicher Preis: Jolanders fabelhafte Geschichten („Hummeln streicheln“ und „Das Geheimnis des Marienkäfers“)
(Im Buchhandel, z. B. in der Buchhandlung an der Marktkirche in Hannover oder im Zeitschriften-Fachgeschäft Fritz Kivelitz, Linden)

– aktuelle Satire-Programme: „unFASSbar“ und „Panter, Tiger & Co“ (von und über Kurt Tucholsky) – zu finden auf Facebook: Joe Fass / Kabarettist – Kontakt: joe.fass@icloud.com / 0175 2422060

Hendryk Claussen

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„DioramaArtLab“, Harro Schmidt im Gespräch mit Hendryk Claussen (Medienkünstler) im projizierten Raum.(13 Min.)
Hier ein Zitat des Künstlers: “Eine entscheidende Rolle innerhalb meiner künstlerischen Praxis spielt die intensive Beschäftigung mit meiner (sub-) urbanen Umgebung; das Prüfen vorgefundener Orte, Situationen und Objekte auf immanente ästhetische und narrative Kriterien, die über ihre oberflächliche Bedeutung hinaus gehen. Diese Aspekte versuche ich durch gezielte Zurschaustellung oder Überhöhung herauszuarbeiten, wobei sich Fakt und Fiktion mit gesellschaftspolitischen Untertönen mischen. Das zeit- und raumbasierte Wesen von z.B. Videoinstallationen oder Audiowalks zielt darauf ab, immersive Erfahrungen zu vermitteln, anstatt ein autarkes, in sich geschlossenen Ding zu erschaffen.”